Hexenkunst-Blog

1.11.2018 – Geister

Zu Samhain muß einfach mal ein reißerisches Thema in diesem Blog erscheinen. Deshalb also: Geister!

Ein Geist ist immer ein verstorbener Mensch. Andere Wesen, wie z.B. Naturwesenheiten, Elementale oder Dämonen können zwar ähnliche Phänomene wie Geister hervorrufen, tun dies aber aus ganz anderen Motiven und erfordern deshalb auch eine ganz andere Herangehensweise. Davon vielleicht einmal mehr in einem späteren Blogartikel.

Das Geisterdasein ist kein gesunder Zustand für einen Verstorbenen. Die meisten bleiben nur kurz nach ihrem Tod nah an der physischen Ebene und gehen danach weiter. Raum und Zeit spielen nach dem Tode keine Rolle und viele Verstorbene sind bereit mit ihrer Familie in Kontakt zu treten. Dies kann z.B. durch einen professionellen Jenseitskontakt geschehen oder über Träume. Allerdings sollte man wachsam werden, wenn die Kontaktaufnahme über Spukphänomene erfolgt. Warum? Ganz einfach deswegen, weil die Energie für diese Phänomene irgendwo herkommen muß. Und fast immer kommt sie von den Lebenden, denen sie dafür entzogen wird. Die stärkste astrale Energie haben intensive Emotionen, deshalb trachten erfahrene Geister danach diese hervorzurufen.

Was sind nun die Gründe warum ein Verstorbener zum Geist wird? Da haben wir zuerst einmal die Besorgten, die nicht glauben können, daß ihre Kinder oder der überlebende Ehepartner allein klar kommen. Sie wollen eigentlich nur helfen und beziehen ihre Energie aus der Liebe und Trauer ihrer Angehörigen. Dies kann für alle Beteiligten ungesund werden, weil sich die Trauerzeit dadurch verlängert. Wenn der überlebende Ehepartner schon alt und gebrechlich ist, kann der andauernde Energieentzug auch zu Krankheiten führen.

Dann gibt es die Verwirrten, die Zeit ihres Lebens nie an eine Weiterexistenz nach dem Tode geglaubt haben. Nun glauben sie nicht, daß sie tot sind und haben kein Verständnis dafür, wenn ihre Wohnung neu vermietet wird. Je nach Temperament des Verstorbenen und des Nachmieters kann sich diese Situation zu einem echten Kampf entwickeln, in dem der Geist die Energie für Spukphänomene aus der Angst des Nachmieters bekommt. Sehr selten hat man es auch mit Geistern zu tun, die schon in ihrem Leben massive Probleme verursacht haben oder massive Gewalt erleiden mußten. Die ersteren haben noch immer aggressive Tendenzen  (vorsichtig formuliert), die letzteren eine Rechnung offen.

Wie machen Geister sich bemerkbar? Am häufigsten durch unerklärliche Geräusche. Das kann von nächtlichen Schritten auf der Treppe über Klopfgeräusche an den Wänden bis hin zu einem lauten Knall gehen. Auch Gerüche ohne physikalische Ursache sind weit verbreitet. Ein weiteres beliebtes Ziel von Spukaktivität sind elektrische Geräte. Ich habe schon erlebt, daß Glühbirnen wie Kerzen flackern oder ganz durchbrennen. Die modernen LED Lampen scheinen für Geister schwieriger ‚zu bedienen‘ zu sein. Dafür sind Computer und Handys sehr anfällig für paranormale Aktivität.

Wenn Dinge verschwinden und dann kurz danach an einer Stelle wieder auftauchen an der man schon mehrfach nach ihnen gesucht hatte, wird es schon unangenehmer. Genauso, wenn Türen oder Fenster sich automatisch öffnen. Spätestens dann sollte man etwas gegen die Spukphänomene unternehmen.

Wirklich problematisch wird es wenn der Geist anfängt sich auf der physikalischen Ebene zu manifestieren. Dies erfordert wesentlich mehr Energie als die oben beschriebenen Phänomene und als Zeuge der Manifestation bemerkt man das auch deutlich: es wird einem sehr kalt dabei. Trotzdem sollte man nicht in Panik geraten, denn damit stellt man dem Geist noch mehr Energie zur Verfügung. Ganz genauso verhält es sich wenn man durch Geister hervorgerufene Levitationen bzw. Telekinese beobachtet. Wenn Bücher aus dem Regal springen, Gläser ohne äußeren Anlaß kaputt gehen oder Dinge anfangen zu schweben, sollte man sich schnell professionelle Hilfe holen. Wirklich gefährlich wird es wenn der Geist einen körperlich angreift indem er Gegenstände ‚wirft‘. Eine andere Form des Angriffs ist es wenn man nach einem Albtraum morgens mit Kratzern und blauen Flecken aufwacht. Hier sind sofortige effektive Schutzmaßnahmen nötig.

Hoffe dieser Artikel war jetzt nicht zu reißerisch. Angst verbreiten möchte ich nämlich nicht. Man sollte bedenken, daß die im letzten Abschnitt geschilderten drastischen Spukphänomene wirklich rar sind. Im Allgemeinen hat man es nur mit besorgten und verwirrten Geistern zu tun und die Probleme lassen sich durch ein freundliches Gespräch mit dem Verstorbenen lösen.

In diesem Sinne: wünsche Allen ein schönes Samhain.


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