Hexenkunst-Blog

1.5.2019 – Mond-Wasser I

Da ich immer wieder nach alt überlieferten Hexen-Rezepten gefragt werde, gibt es heute ein vielseitig verwendbares ‚Schmankerl‘ für Euch: Mond-Wasser. Der Mond, gilt seit alters her als wichtige Quelle der Magie. Seine Kraft kann für Heilung, Schönheit und Fruchtbarkeit eingesetzt werden. Der Mond hat eine so weibliche Energie, daß man fast versucht wäre von ‚der Mondin‘ zu reden. Aber keine Sorge, so einen neumodischen Genderkram gibt’s hier nicht. Am besten arbeitet man mit dem Mondzyklus in Analogie zum weiblichen Zyklus.  Das heißt, aufbauende und Wachstum fördernde Arbeiten sollte man von Neumond bis Vollmond einplanen. Wenn es ums Loslassen und Loswerden geht, dann ist der abnehmende Mond besser geeignet.

Der Mond hat eine besondere Affinität zum Wasser. Das zeigt sich nicht nur an dem vom Mond verursachten Phänomen von Ebbe und Flut, sondern auch an der Harmonie zwischen den energetischen Signaturen des Mondes und des Wassers. Deshalb nimmt Wasser die Mondkraft besonders gut auf und kann sie auch recht lange halten.

Welches Wasser für dieses Rezept am besten geeignet ist, hängt vom späteren Verwendungszweck ab. Wenn es in erster Linie für Schutzzwecke verwendet werden soll, ist Meerwasser am besten - natürlich nicht das ölverschmutzte aus dem Hafenbecken. Für Heilung setzt man auf Quellwasser. Und, ja, ich weiß diese Frage wird kommen: Leitungswasser geht auch. Ist aber eben nicht die erste Wahl. Danach braucht man ein passendes Gefäß für dieses Ritual. Am besten Ihr nehmt Euren geweihten Kelch. Eine einfache Silberschale ist auch gut geeignet.

Den Kelch mit dem Wasser stellt man jede Nacht für drei Stunden nach draußen, immer nach Mondaufgang und vor Monduntergang. Man beginnt in der Neumondnacht und beendet das Ritual in der Vollmondnacht. Im Prinzip ist jeder Mondzyklus des Jahres geeignet, aber wenn es Euch um Schönheit oder Fruchtbarkeit geht, dann solltet Ihr jetzt im Frühjahr loslegen.

Das Wasser darf auf keinen Fall dem Sonnenlicht ausgesetzt werden, das zerstört die energetische Ladung. Die Kraft des Wassers neigt nicht zu einmaligen Ausbrüchen, sondern es ist der stete Tropfen, der den Stein höhlt. Dementsprechend kommt es bei der Ladung auf Geduld und Regelmäßigkeit an. Man braucht nur wenig eigene magische Kraft, um dieses Ritual erfolgreich auszuführen, aber man sollte keine Nacht auslassen.

Wenn man das Wasser ins Mondlicht raus stellt, ruft man die Mondgottheit mit der man den besten Draht hat an und bittet sie das Wasser mit ihrer Kraft zu laden. Während der Ladung rührt man das Wasser mit dem Zeigefinger im Uhrzeigersinn um (Puristen rühren 9 Runden…) und sieht zu (oder visualisiert, wenn man nichts sieht) wie die Energie ins Wasser fließt. Danach läßt man die Schale draußen stehen. Nach drei Stunden holt man sie wieder rein und verwahrt sie lichtgeschützt. Nach der Vollmondnacht kann man das Wasser in eine dunkle Flasche (am besten dunkelblaues Glas) füllen und abgedunkelt lagern. Die Kraft hält sich einige Monate im Wasser.

Im nächsten Blog Artikel geht es dann um die Verwendung des Mond-Wassers. 


Anrufen

E-Mail