Hexenkunst-Blog

1.2.2017 – Selbstoptimierung oder Problemlösung?

Pünktlich zum Lichterfest kam mal wieder eine Mail, in der jemand sich besorgt und ablehnend über magische Manipulationen äußerte. Wenn man die gängigen Esoterik-Angebote gewöhnt ist, dann empfindet man diesen Webauftritt wohl als ‚dunkel‘ und unspirituell. Nun, traditionell beschäftigt sich Hexenkunst eher mit den Schattenseiten, aber das ist keineswegs unspirituell. Ganz im Gegenteil.

 

Ich erlebe immer wieder Klienten, die schon viele Jahre ihrem spirituellen Wachstum widmen, aber kaum von der Stelle kommen. Dies ist auch kein Wunder, wenn nach einem schamanischen Wochenendseminar am Montag der Gerichtstermin mit dem Exmann ansteht und am Dienstag der schon seit langem ungeliebte Job auf einen wartet. Die Beschäftigung mit spirituellen Dingen läßt einen die Krise in der man steckt immer stärker fühlen, weil sie einen für die eigenen Gefühle öffnet und gibt einem gleichzeitig die Kraft alles geduldig zu ertragen. So kann es jahrelang weitergehen.

 

Hinzu kommt auch noch die Prägung durch 2000 Jahre christliches Märtyrertum. Doch Leiden führt keineswegs zu mehr Gottesnähe. Der Seelenfrieden, der vielen als das Ergebnis der spirituellen Entwicklung erscheint, ist eher eine Voraussetzung dafür. Das zeigt sich auch in den klösterlichen Gemeinschaften, die in vielen Religionen eine große Rolle spielen. Dort kann man sich, familiärer und finanzieller Probleme enthoben, ganz dem Gottesdienst widmen. Wenn man diesen Schritt nicht gehen möchte, bleibt einem nur so viel Ruhe in sein Leben zu bringen, daß eine spirituelle Entwicklung möglich wird.

 

Der klassische Weg zu diesem Ziel ist ganz einfach: 1 – 2 Stunden Meditation täglich. Nach ein paar Jahren mit dieser Praxis ist man ein anderer Mensch mit sehr viel weniger Problem. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Nur brauchen die meisten Menschen magische Hilfe um erst einmal die Zeit und Kraft für diese tägliche Praxis zu finden. Im Buddhismus gibt es dafür die ‚Schützer‘. Man arbeitet dabei mit Wesenheiten, die einem helfen seine ‚weltlichen‘ Probleme zu lösen. Wobei ‚weltliche‘ Probleme hier wirklich alles einschließt: von den Finanzen über die Gesundheit bis zum Familienleben. Zusätzlich werden Talismane angefertigt und magische Zeremonien abgehalten, die dem Schüler seine Weiterentwicklung oft erst ermöglichen.

 

Auch im traditionellen Schamanismus durchläuft der Schüler erst einige Heilzeremonien, bevor mit der eigentlichen Ausbildung begonnen wird. Das Verständnis von Heilung ist dort aber ein ganz anderes als bei uns. Leute kommen nicht nur mit gesundheitlichen Problemen zu einer solchen Zeremonie, sondern auch wenn ihr Geschäft nicht läuft oder es in ihrer Ehe kriselt. Auch hier wird mit Talismanen oder Opfergaben gearbeitet, um erst einmal genügend Ruhe in das Leben des zukünftigen Schülers zu bringen..

 

Unser westlicher Schamanismus setzt dagegen rein auf Selbstoptimierung. Man wird ein spiritueller Mensch und erwartet dann, daß sich die Probleme von allein lösen. Magische Manipulationen werden sehr kritisch gesehen und so eine echte Weiterentwicklung oft verhindert. Wirklicher spiritueller Fortschritt ist nur möglich, wenn man mit genügend Ruhe und Seelenfrieden täglich praktizieren kann. Dafür müssen Selbstoptimierung und Problemlösung Hand in Hand gehen.

Wenn Sie nach der Lektüre dieses Artikels Ihr spirituelles Wachstum durch magische Hilfestellungen unterstützen wollen, freue ich mich auf Ihren Anruf.


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