Am 20. dieses Monats gibt es mal wieder ein astrologisches Großereignis: die Konjunktion von Saturn und Neptun im Widder. Eine Konjunktion dieser Planeten findet alle 36 Jahre statt, wobei sie durch die Rückläufigkeit Saturns auch mehrfach kurz hintereinander auftreten kann. So auch dieses Mal. Die Konjunktion begann schon im Mai 2025 und wurde dann durch die Rückläufigkeit Saturns vom 13. Juli bis zum 29. November unterbrochen. Jetzt ist es wieder so weit.
Saturn, der die Struktur und die praktische Realisierung darstellt und Neptun, der für immaterielle idealistische Dimensionen steht, erzeugen durch ihre Interaktion eine komplexe Dynamik. Mit dem handlungsorientierten Widder, in dem das Treffen der beiden Planeten stattfindet, sollten sich daraus in den nächsten 36 Jahren spannende Dinge ergeben. Es kann zu einem kreativen Prozeß führen, durch den Ideale in eine konkrete, greifbare Form gebracht werden. Das neptunische Mitgefühl und die daraus erwachsende Vorstellung von universeller Verbundenheit, könnte in Kombination mit saturnischem Verantwortungsbewußtsein viel Gutes tun. Die Chance, daß die Kluft zwischen idealistischen Bestrebungen und den harten Anforderungen der Realität überwunden werden kann, ist durch den Widdereinfluß gegeben. Das könnte in den nächsten Jahren dafür sorgen, daß idealistische Träume zu entschlossenen und mutigen Handlungen werden.
Das Treffen der beiden Planeten markiert immer den Beginn eines neuen Zyklus kollektiver Entwicklungsprozesse. Im Widder fallen diese besonders dynamisch, impulsiv und pionierhaft aus. Kollektives Unterbewußtsein erhält in diesen Zyklen eine gesellschaftliche Struktur, Visionen werden in konkrete Formen überführt oder umgekehrt bestehende Strukturen auf ihre ideologische oder spirituelle Legitimität geprüft.
Wenn man sich die letzten beiden Treffen dieser Planeten ansieht, bekommt man ein Gefühl für die Rolle des Tierkreiszeichens, in dem sie stattfinden. Die letzte Konjunktion war 1989 bzw. 1990 im Steinbock. Dieses Zeichen gibt dem Saturn mehr Gewicht, was zu einer Betonung von staatlicher Ordnung und institutioneller Autorität führt. Die Betonung lag auf Restrukturierung politischer Systeme (wie z.B. die deutsche Wiedervereinigung) und marktwirtschaftlich orientierter Ordnungen (Zerfall des Ostblocks).
Die vorletzte Konjunktion der beiden Planeten (1952/53) fiel ins Zeichen Waage und war dementsprechend geprägt von diplomatischen Vereinbarungen. Nach dem zeiten Weltkrieg manifestierte sich in dieser Zeit eine auf Kooperation und Gleichgewicht ausgerichtete Weltstruktur, die zich z.B. in der Gründung der Vereinten Nationen niederschlug.
Von der Konjunktion im Widder darf man im Gegensatz dazu einen kompletten Neubeginn erwarten. Es geht nicht um Kooperation (Waage) oder Strukturwandel (Steinbock), sondern um die Notwendigkeit einer ideologischen und spirituellen Neuausrichtung. Es gilt spirituelle und soziale Visionen in einem konflikthaften Weltgeschehen mit Verantwortung in konkrete Strukturen zu bringen. Wir gehen spannenden Zeiten entgegen…
In diesem Sinne wünsche ich allen ein schönes Lichterfest.
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