Ab Morgen nimmt die Kraft der Sonne wieder zu und gestern hatten wir Neumond. Kein Wunder also, daß sich auch viele von uns Gedanken über einen Neustart machen. Eine Frage, die mir immer wieder gestellt wird, ist wo oder wie man anfangen sollte, wenn man das eigene Leben etwas magischer gestalten möchte oder Hexe werden will. Dieser Frage kann man den einen oder anderen Blogartikel widmen und heute ist ein guter Zeitpunkt mit dieser Reihe anzufangen.
Traditionell ist es so, daß Hexen von Wesenheiten die Magie erlernen. Man muß dabei nicht unbedingt der kirchlichen Propaganda folgen und es mit dem Teufel versuchen. Die meisten Hexen heutzutage wenden sich dazu an verschiedene Gottheiten. Besonders hoch im Kurs stehen Hekate, Aradia und Diana. Dabei wird immer wieder die größte Gottheit übersehen, die wir haben, unser aller Mutter, die uns ernährt und der wir alles verdanken: die Erde. Mit ihr haben wir bereits eine sehr enge Beziehung, denn jedes Molekül unseres Körpers kommt von ihr.
Warum also nicht genau unter unseren Füßen nach einer Verbindung mit der wichtigsten Göttin für uns Menschen suchen? Aber nachdem man uns eingetrichtert hat, daß die Erde nur ein unbewußter Ball aus Dreck und Bodenschätzen ist, kommen leider nur sehr wenige Leute auf diese Idee. Die Propaganda, die hier wirkt, ist aber noch viel älter. Sie stellt den Geist über den Körper, das männliche über das weibliche und den Himmel über die Erde. Man muß sich nur die Auswirkungen dieser patriarchalischen Ideologien ansehen, um zu wissen, daß das Blödsinn ist.
Wir suchen an möglichst entfernten Orten (dem Himmel, der Sonne, der 7 Dimension oder wo auch immer) nach ‚Gott‘, anstatt unsere Spiritualität an dem Naheliegendsten auszurichten. Die Erde ist überall. Man muß diese Gottheit nicht suchen. Jeder Quadratmeter Grass ist ein Teil ihres Körpers. Die Kontaktaufnahme gestaltet sich also sehr viel einfacher als bei jeder anderen Gottheit. Und wer versucht zu der Mutter von uns allen zu beten wird sich wundern, wie schnell man von ihr eine Antwort bekommt. Oft kommt diese Antwort in Form von Omen, aber meist als sehr klares Gefühl. Im Gegensatz zu den weit entfernten Gottheiten ist hier auch kein Glaube nötig. Man sieht, hört und fühlt einfach.
Man kann seine spirituelle Praxis vertiefen, indem man barfuß geht, seinen Garten in ihrem Sinne bebaut, Opfergaben gibt und dankbar für ihre Gaben ist. Wie man sieht, ist praktische Hexenkunst recht irdisch orientiert. Wenn man diese Praxis ernst nimmt und durchhält, wird sie das eigene Leben völlig verändern. Die feinstoffliche Wahrnehmung wird sich ebenso verbessern wie die Gesundheit. Die Träume werden klarer werden. Die einzige Voraussetzung ist, daß man sein Leben wirklich durch die große Mutter verändern läßt und nicht nach ein paar Tagen beschließt, daß es zu langweilig oder anstrengend wird und man lieber einen anderen Angang versuchen möchte.
In diesem Sinne wünsche ich Allen eine schöne Wintersonnwende und einen guten Neustart.
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