Hexenkunst-Blog

1.8.2019 – Halleluja ...

Die Arbeit als Hexe macht zwar nicht reich, beschert einem aber immer wieder unvergessliche Erlebnisse der besonderen Art. Letzte Woche hat mir eine Klientin mein bisheriges Jahreshighlight (auch im übertragenen Sinne) geschenkt. Darüber habe ich mich so sehr gefreut, daß ich jetzt mit ihrer Erlaubnis alle daran teilhaben lasse.

Es begann eher unspektakulär mit einer Terminvereinbarung für einen Jenseitskontakt mit dem verstorbenen Vater. Da der Vater schon fast 20 Jahre tot war, war ich mir nicht so sicher ob es funktionieren würde. Aber egal, man kann es versuchen und wenn gar nichts geht, sagt man halt den Termin ab und überweist das Geld zurück. Überraschenderweise kam der Kontakt sofort zustande. Der Herr hatte schon darauf gewartet. Eigentlich wollte er lieber direkt mit seiner Tochter sprechen als mit mir. Er war etwas traurig, daß sie ihn all die Jahre nicht gehört hatte.

Faszinierend war die Stärke und Klarheit des Vaters der Klientin. So etwas hatte ich bisher nur beim Kontakt mit buddhistischen Linienhaltern erlebt. Aber diesmal war die Färbung eine ganz andere und für mich völlig fremd. Klar, als Hexe hat man mit christlichen Mystikern normalerweise nix zu tun. Er wollte, daß sein Licht auch auf seine Tochter übertragen wird.

Diese hatte aber noch so ihre Bedenken. Ihr Vater war ein bekannter Heiler gewesen. Ihre Mutter dagegen hielt das alles für Unglück bringend und wollte nicht, daß er die Tochter da ‚mit reinzieht‘. So verhinderte sie, daß die Tochter den Vater vor seinem Tod noch einmal traf und verbrannte die umfangreichen Notizen, die er seiner Tochter hinterlassen hatte, im Kamin. Die Klientin wollte nun von mir eine Einschätzung des zu erwartenden Unglücks, wenn sie dem Wunsch Ihres Vaters nachgebe.

Eines der Bilder, das sie mir für den Jenseitskontakt zugeschickt hatte, zeigte Ihren Vater kurz nach der Rückkehr aus russischer Kriegsgefangenschaft. Deshalb war meine erste recht trockene Reaktion, daß es nicht gerade für Unglück spreche, wenn jemand es geschafft hätte das zu überleben. Die meisten hatten damals nicht so viel Glück. Im weiteren Gespräch stellte sich dann schnell heraus, daß von Unglück bei Ihrem Vater und den Leuten in seiner Umgebung auch sonst nicht die Rede sein konnte. Das einzig Unglückliche war seine Ehe, woran er wohl selbst nicht ganz unschuldig war. Man verzeihe mir die leichte Genugtuung bei der Feststellung, daß auch christliche Mystiker keine Heiligen sind.

Wir einigten uns dann darauf, daß die Handlungen Ihrer Mutter zwar verständlich, aber nicht zum Besten der Klientin gewesen waren. Damit waren Ihre Befürchtungen ausgeräumt. Nach meiner Einwilligung als Kanal mitzumachen, übernahm Ihr Vater die Führung. Die Übertragung war lichtvoll und energetisch hochschwingend. Es war für mich und die Klientin ein äußerst spannendes Erlebnis, das uns beide nachhaltig verändert hat. Aber keine Sorge, in die Kirche werden wir beide trotzdem (oder gerade deswegen) nicht eintreten…


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