Zum vorigen Artikel über das Thema ‚wo anfangen um sein Leben etwas magischer zu gestalten?‘ vom Frühlingsequinox ist mir noch etwas eingefallen. Deshalb gibt es heute die Fortsetzung mit dem dritten Teil dieser Serie. Zu Ostara ging es um das Gedankenkarussell in unseren Köpfen. Das gibt es schon so lange, daß man jahrhundertealte buddhistische Meditationsanleitungen finden kann, die sich genau damit beschäftigen.
Ein relativ neues Phänomen ist dagegen das Internet und was es mit unserem Geist macht. Bitte den vorigen Satz nicht als Technikfeindlichkeit falsch verstehen. Ich kenne das Internet noch aus den Achtzigern, als es nur vom Militär und Forschungseinrichtungen genutzt wurde. Damals fand ich die Idee faszinierend und auch die grüne Pixelschrift vor schwarzem Hintergrund nicht abschreckend. Aber inzwischen sieht man die Auswirkungen dieser Technologie immer stärker.
Intensive Internetnutzung verändert das Gehirn, indem es für andauernde Dopaminausschüttung sorgt. Nur ein Klick und wieder gibt es einen kleine Dopamin-‚Belohnung‘. Man gewöhnt sich sehr schnell daran. Die ständigen Reize führen zu sehr kurzen Aufmerksamkeitsspannen. Das macht längere Konzentration auf ein Thema, eine Aufgabe oder eine Meditation schwierig. Weniger stimulierende Tätigkeiten werden auch schnell als langweilig empfunden. Echte Langeweile kommt dagegen kaum auf, denn das Handy ist ja immer in Reichweite, egal ob man an der Bushaltestelle wartet oder allein zu Hause rumsitzt. Man gönnt seinem Gehirn keine Ruhephase.
Außerdem gewöhnt uns die virtuelle Welt an perfekte Bilder, die es so in der Realität gar nicht gibt. Das trifft nicht nur auf junge Damen zu, die man bei einem Treffen in Fleisch und Blut ohne Filtersoftware gar nicht wiedererkennt, sondern auch auf natürliche Phänomene, wie Polarlichter. Eine Freundin hat viel Geld für eine Reise an den Polarkreis ausgegeben und kehrte enttäuscht zurück. Die Polarlichter sahen auf den Bildern im Internet einfach besser aus.
Diese Veränderungen beeinflussen nicht nur unser Gehirn und unsere Psyche, sondern auch den Kontakt zur feinstofflichen Welt. Innere Bilder, die normalerweise ganz leicht entstehen, können von vielen Internetnutzern gar nicht mehr wahrgenommen werden. Meditation oder innere Reisen fallen wegen der mangelnden Konzentrationsfähigkeit viel schwerer. Magische Erlebnisse sind verglichen mit der virtuellen Realität recht unspektakulär und können leicht übergangen werden, wenn man nur an virtuelle Bilder gewöhnt ist. Auch der Kontakt zum Körper und zu den Sinnen wird uns durch die Internetnutzung immer mehr abtrainiert. Doch genau darüber gelingt die Wahrnehmung der feinstofflichen Welt am leichtesten.
Um wieder auf die Eingangsfrage ‚wo anfangen um sein Leben etwas magischer zu gestalten?‘ zurückzukommen: Die Antwort lautet ‚Digital Detox‘. Mir ist schon klar, daß das etwas albern wirkt, wenn es auf einer Internetseite empfohlen wird, aber es ist für die meisten modernen Menschen nötig, um Zugang zur feinstofflichen Welt zu finden.
In diesem Sinne wünsche ich Allen eine schöne Sonnwendfeier.
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